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Medienmitteilungen
Tiefbau- und Entsorgungsdepartement
16. Februar 2012
Fällarbeiten zwischen dem Bahntrassee der SZU und der Sihlhochstrasse
Spezialholzerei mit Helikoptereinsatz am Montag, 20. Februar 2012
Um einen reibungslosen und sicheren Betrieb der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU zu gewährleisten, müssen zwischen Manessestrasse und Sihl sieben Platanen weichen. Neben dem Bahnbetrieb beeinträchtigen die Bäume mit ihren ausladenden Kronen auch den Strassenverkehr auf der Sihlhochstrasse der A3.«Wird die Sicherheit der Eisenbahn durch Arbeiten, Anlagen,
Bäume oder Unternehmen Dritter beeinträchtigt, so ist auf Begehren
des Eisenbahnunternehmens Abhilfe zu schaffen». So steht es im Art.
21 des Eisenbahngesetzes EBG vom 20. Dezember 1957. Die SZU macht
im Abschnitt zwischen Manessestrasse und der Sihlhochstrasse der A3
ein solches Sicherheitsrisiko geltend, weil abgebrochene Äste schon
mehrmals Sachschäden verursacht haben. Platanen sind wind- und
schneebruchgefährdet. Beim Kontakt von Ästen mit der Fahrleitung
kann sich ein lebensbedrohlicher Lichtbogen, ein
Spannungsüberschlag, bilden. Über die betroffene Fahrleitung im
Bereich Giesshübel wird der Strom für das ganze SZU-Netz
eingespeist. Bei einem Ausfall wäre der gesamte Bahnbetrieb
unterbrochen.
Weiter verlangt auch das Bundesamt für Strassen ASTRA
entsprechende Massnahmen, weil die Baumkronen die Lärmschutzwand
der Sihlhochstrasse überragen und das Bauwerk beeinträchtigen. Aus
diesen Gründen werden die sieben Platanen zwischen den
Liegen-schaften Manessestrasse 107–111 und der Sihl gefällt. Sofern
es die Witterungsverhältnisse erlauben, findet die Spezialholzerei
am Montag, 20. Februar 2012, statt.
Die Platanen werden später durch die gleiche Anzahl schlank
aufwachsender Säuleneichen (Quercus robur «Fastigiata Koster»)
ersetzt. Diese imposante, mittelgrosse Eichenart wird 15 bis 20
Meter hoch. Sie fällt im Alter nicht auseinander, sondern bleibt
säulenförmig.
Um die Holzereiarbeiten an diesem schwierigen Standort,
eingeklemmt zwischen der Bahntrasse der SZU und der
Sihlhochstrasse, speditiv ausführen zu können, kürzen Forstarbeiter
den Baum in drei Schritten von oben nach unten; der abgetrennte
Teil wird mit Hilfe eines Helikopters des Typs Super Puma stehend
ausgeflogen. Die Stämme werden auf der Sihlhochstrasse abgesetzt
und vor Ort zu Hackschnitzeln verarbeitet. Das stadteigene
Energieholz wird unter anderem genutzt, um die Masoalahalle im Zoo
Zürich zu heizen.
Die A3 wird im Raum der Sihlhochstrasse in Fahrtrichtung Chur
während den Überflügen jeweils für kurze Zeit gesperrt. Auf den
Fahrplan der S4 und S10 der SZU haben die Arbeiten keinen Einfluss.
Thema: Transport und Verkehr, Sicherheit, Grünes Zürich
Organisationseinheit: Grün Stadt Zürich

