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Medienmitteilungen
2. Februar 2012
Neue Sportarena in Altstetten: ZSC Lions und Volero Zürich unter einem Dach
Der international ausgeschriebene Wettbewerb wird gestartet
Heute haben der Stadtrat sowie die ZSC Lions und Volero Zürich das Wettbewerbsprogramm für die neue Eishockey- und Volleyball-Arena vorgestellt. Auf dem Areal «Untere Isleren» in Zürich-Altstetten entsteht eine moderne Eishockey-Arena für rund 12 000 Zuschauende und eine Volleyball-Arena mit 3000 Plätzen. Die beiden Clubs werden Bauherr und Besitzer der neuen Arena sein. Die Eröffnung ist in der Saison 2017/2018 geplant.Die Pläne für die neue Eishockey- und Volleyball-Arena Zürich konkretisieren sich und ab 2017/2018 wird neben den ZSC Lions auch Volero Zürich seine Meisterschaftsspiele in Zürich Altstetten austragen. Nach einer Standortevaluation für eine Eishockeyarena hatte die Stadt Zürich dem Zürcher Eishockeyclub ZSC Lions das Grundstück «Untere Isleren» in Zürich Altstetten für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zugewiesen.
Mit Volero Zürich konnte ein zweiter Investor, Bauherr und Betreiber gefunden werden. Für den renommierten Zürcher Club ist die Arena eine optimale Lösung und Befreiung, nachdem der Club seit Jahren mit Raumproblemen zu kämpfen hatte und in der Champions League nur mit einer befristeten Ausnahmebewilligung seitens des Europäischen Volleyballverbandes zugelassen ist. Einerseits ist der momentan auf das ganze Stadtgebiet verstreute Trainingsbetrieb von Volero Zürich auf mehr Trainingszeiten an einem Standort angewiesen, andererseits gestaltet sich die Vermarktung für die Meisterschafts- und Champions League Spiele schwierig, da die Sporthalle Im Birch, wo die Spiele gegenwärtig stattfinden, eine Schulsporthalle ist. Die neue Eishockey- und Volleyball-Arena bietet dem Club somit optimale Voraussetzungen für einen professionellen Betrieb. Auch die Stadt Zürich zeigt sich ob der geplanten Arena erfreut: Die Eishockey- und Volleyball-Arena passe optimal in die Sportstättenstrategie der Stadt, betonte Gerold Lauber, Vorsteher des Schul- und Sportdepartements. Die polysportive Halle für 5000 Zuschauenende, welche die Stadt gemäss Sportstättenstrategie eingeplant hatte, wurde vom Stadtrat aus der Investitionsplanung gestrichen.
Den ZSC Lions wird eine Nutzfläche von 29 000m2 für ein Spielfeld sowie eine Trainingshalle zur Verfügung stehen. Geplant sind 9000 Sitz- und 3000 Stehplätze. Das Stadion wird jedoch so ausgelegt, dass auch Veranstaltungen mit 4000 bis 7000 Zuschauern durchgeführt werden können. Volero Zürich wird eine Nutzfläche von 8400m2 zur Verfügung stehen, die Halle umfasst 3000 Sitzplätze. Daneben wird ein Logenbereich mit 150 Sitzplätzen angeboten, sowie weitere Räume für bis zu 1200 Gäste. Das Angebot wird durch das Stadion-Restaurant und ein Hockey-Pub ergänzt. Unter der Arena ist eine Tiefgarage mit 300 bis 400 Parkplätzen vorgesehen.
Eigenkapital von Clubs – Darlehen von der Stadt
Die Investitionskosten belaufen sich inklusive
Reserven von 9 Mio. Franken auf im Moment geschätzte 193 Mio.
Franken ohne MwSt. (diese Kosten lassen sich in etwa grob wie folgt
aufteilen: Eishockeyarena 110 Mio., Trainingshalle 15 Mio.,
Volleyballarena 40 Mio., Autoeinstellhalle 14 Mio., Passarelle 5
Mio.). Die Clubs stellen das Eigenkapital von 44 Mio. Franken. Die
Stadt gewährt ein Darlehen zu Selbstkosten in Höhe von max. 149
Mio. Franken, das verzinst und amortisiert werden muss. Die
Vorleistungen in Form von Machbarkeitsstudien, Wettbewerbsverfahren
und Planungskosten werden durch die Clubs getragen und auf eigenes
Risiko hin erbracht.
Basierend auf der Kostenschätzung des Testprojekts und einer sehr vorsichtigen Betriebsrechnung resultiert zum heutigen Zeitpunkt ein angenommenes strukturelles Defizit von ca. 4 bis 4.4 Mio. Franken pro Jahr. Ziel ist es, dieses Defizit abzubauen. Wenn dies nicht gelingt, hat die Stadt den Clubs einen Betriebszuschuss von maximal 2.5 Mio. Franken zugesichert; dies auch unter dem Aspekt der Nachwuchsförderung.
Der selektive Wettbewerb
Der internationale Architekturwettbewerb wird vom
Amt für Hochbauten der Stadt Zürich organisiert. In einem
selektiven Verfahren werden sich 12 Teams an der Endausmarchung
beteiligen. Das Siegerprojekt wird im Januar 2013 bekannt gegeben.
Bis zum Baubeginn, der Ende 2015 geplant ist, gibt es jedoch noch
einiges zu tun. Damit die planungsrechtliche Grundlage für die
Erstellung der Eishockey- und Volleyball-Arena gegeben ist, muss
das Siedlungsgebiet im kantonalen Richtplan erweitert werden.
Ebenfalls angepasst werden der regionale Richtplan und der
Zonenplan (voraussichtlich Zone für öffentliche Bauten). Als
baurechtliche Grundlage für die Realisierung des Siegerprojektes
aus dem Wettbewerb ist ein privater Gestaltungsplan im Anschluss an
den Wettbewerb vorgesehen.
Verlagerung Familiengärten
Für dasjenige Drittel der Familiengärten an der
Vulkanstrasse, welches vom Projekt betroffen ist, konnte eine
Lösung gefunden werden. Als Ersatzstandort dient das Gebiet
Dunkelhölzli in Altstetten. Für das Areal wurde im Jahr 2011 durch
Grün Stadt Zürich ein Masterplan als Grundlage für die weitere
Planung erarbeitet. Ziel des Masterplanes ist ein grosszügiger und
offener Landschaftsraum für die Naherholung der
Quartierbevölkerung, in den drei Gartenzonen eingebettet sind. Die
beiden privaten Parzellen im Perimeter sind von der Realisierung
einer ersten Etappe, die Ersatz für die von der Eishockey- und
Volleyball-Arena verdrängten Gärten schaffen kann, nicht betroffen.
Das übrige Land befindet sich in städtischem Eigentum.
Es ist vorgesehen, dass die neuen Gärten vor dem Baubeginn
der Arena zur Verfügung stehen, so dass die Familiengärtnerinnen
und Familiengärtner zwar umziehen müssen, aber ohne Verzögerung am
neuen Ort Wurzeln schlagen können.
Thema: Sport und Freizeit, Bauen
Organisationseinheit: Hochbaudepartement

